Tradition

Aus einer Schrift Leonardo da Vinci aus dem Jahre 1515, in der ee sich uber den schlechten Wein bekglagt, der man ihm kredenzt hatte: "…und aus der Luft saugen die Blatter all jeine Substanzen, die der Vollkommenheit dei Traube gereichen.
Dan tun wir, was höchst verwerflich ist, den Saft in unver schlossene Gefä e, und verflüchtigt ist sein Körper,nichts Anderes bleibt als fades, von Beerenhaut und Frucht gefärbtes Nass…". Nach Leonardos Urteil also war es die falsche reifung im Bottich, die schuld daran war, dass ihm der Tropfen nicht mundete.

Leonardo da Vinci schreibt in einem Brief, der nach einer langen Verschollung entdeckt und 1828 veröffentlicht wurde, über die optimale Behandlung von Wein und schließt ihn wie folgt ab: "…und wenn daher ihr und ihr anderen diese Gründe verstündet, so würden wir exzellenten Wein trinken. (9.10.1515)".

Michelangelo erklärte während der Arbeiten in der Sixtinischen Kapelle, was bei seinen Gehilfen auf den Tisch kam: ".. un die Männer trnken ausgezeichneten Wein."
Einige "Weinbrunnen" wurden bereits ab 1400 für Feste in den Herrschaftshäusern entworfen und gebaut.

DER WEIN

Bacchusdame: Ein Damespiel mit Gläsern anstelle von Damestainen, die für einen Spieler mit Rotwein und für den gegnerischen Spieler mit Weißwein gefüllt werden. Wer bei einem Zug aus dem Feld geschlagen wird, muss das Weinglas austrinken.

Fur die Medici, eine Kaufmannsund Bankiersfamilie, war der Wein ein Gut, eines, der renommiertesten Produkte der Region, auf das sie großen Wert legten wie auf die Landwirtschaft und die Botanik im allgemeinen, die sie zur Wissenschaft erhoben. Verse aus dem "Canzone di Bacco" (um 1490) von Lorenzo de' Medici, dem Prächtigen.

Nel tempo d'ogni fronde
Lascia el verde…
E Bacco per le ville e 'n ogni via
Si vede a torno andar, col cui aiuto
Vo' a quest'opra el suo principio sia

Auswahl aus den zehn Bildern der Ausstellung "Le Uve dei Medici", die 1992 veranstaltet wurde. Die Anmerkungen stammen aus der Publikation des Museo Ideale di Leonardo in Vinci (Florenz).

"Der satyr mit strohflasche", Schüler des Giambologna.

DER OLIVENÖL

Olivenöl war in der Antike heilig wie Brot und wein, der Olivenbaum galt als unantastbar. Diverse Funde dokumentieren die Zucht von Olivenbäumen und Herstellung von Öl bei den Etruskern im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus.
Leonardo da Vinci und sandro Botticelli haben uns sehr persönliche Interpretationen dieses Themas hinterlassen, die von den Olivenölproduzenten unserer tage für ihre Etiketten verwendet werden.

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